Vorwort
Liebe Pfadfinder, liebe Leser,
100 Jahre Pfadfinden – auf der ganzen Welt wurde 2007 dieses Jubiläum gefeiert und begangen. Und auch für uns Pfadfinder des Stammes Elbe war dieses Datum der Anlass, uns nacher mit unserer eigenen Vergangenheit zu beschäftigen: Eine Chronik sollte die Geschichte der Pfadfinder an der Christuskirche Othmarschen erzählen.
Also begannen wir zu recherchieren und bald wurde klar: 2007 gab es nicht nur eins, sondern gleich drei Jubiläen zu feiern! Zum ersten war da der runde Geburtstag der Pfadfinderbewegung selber. Im Sommer 1907 erlebten 22 Jungen auf Brownsea Island vor der Küste Englands das erste Pfadfinder-Lager. Sie stammten aus verschiedenen sozialen Schichten und trugen einheitliche Uniformen, um diese Unterschiede zu verdecken. Dieses Lager gilt seither als Geburtsstunde der weltweiten Jugendbewegung, von der wir ein Teil sind.
Zum zweiten fanden wir heraus, dass es 50 Jahre her war, dass Hanne-Lore Großmann den ersten „Stamm Elbe“ gründete. Als „grossi“, wie sie bis heute genannt wird, als Gemeindehelferin an die Christuskirche kam, gab es genau sechs Pfadfinderinnen – schon ein Jahr später waren es 50. Diese Mädchen-Gruppen wurden Teil des ersten Stammes Elbe. Zudem begründete grossi bald darauf die Erfolgsgeschichte der PTA: Auch behinderte Kinder wurden „Pfadfinder Trotz Allem“. Heute ist die PTA ein wichtiger Teil der Behindertenarbeit der Christuskirche und aus unserer Mitte nicht mehr wegzudenken.
Doch damit nicht genug der Anlässe: Zum dritten stießen wir bei den Recherchen auf noch tiefere Wurzeln. Bereits 1947 nahm „bota“, so der Fahrtenname des Pfadfinders Karl-Günther Jacobsen, die Arbeit wieder auf, die er wegen Nationalsozialismus und Krieg hatte einstellen müssen. Standort der Jungen vom „Stamm Parzival“ wurde schnell die Christuskirche. Somit können wir, die heutigen Gruppenleiter des Stammes Elbe, auf die stolze Geschichte von 60 Jahren ununterbrochener Pfadfinderarbeit zurückblicken.
Über ein Jahr lang haben wir nun Akten gewälzt, in Archiven gestöbert und Interviews geführt. Dabei kam viel Überraschendes, Lustiges und Spannendes zu Tage. All diese Geschichten, Fotos und Anekdoten aus den vergangenen 60 Jahren haben wir in der nun vorliegenden Chronik zu Papier gebracht. Das wäre ohne großzügige Hilfe nicht möglich gewesen: Ein herzliches Danke deshalb an die Spender, die uns bei Papier- und Druckkosten unterstützt haben. Wir hoffen, die vielfältige und verschlungene Geschichte der Pfadfinderei an der Christuskirche ebenso exakt wie unterhaltend abgebildet zu haben.
Viel Spaß beim Lesen, Schauen und Erinnern!
Die Chronik-Redaktion des Stammes Elbe
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